Das verstimmte Harfenspielwerk soll grundlegend überholt und gestimmt werden.
Objektbeschreibung
Johann Rudolph Fischer (tätig bis 1755 in Köthen)
Standuhr mit Harfenspielwerk um 1750
282 x 47 x 26 cm
Schloss Mosigkau, alter Bestand
Inv. Nr. Mos 1116
Bedeutung
Die Standuhr aus dem Besitz der Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau entstand um 1750 in der Werkstatt des Köthener Uhrmachers Johann Rudolph Fischer.
Das nussbaumfurnierte Gehäuse trägt als hauptsächlichen Schmuck das im Uhrensockel intarsierte Monogramm der Besitzerin mit krönendem Fürstenhut.
Die Uhr besitzt ein farbig verziertes Zifferblatt mit Mondphasen-, Datum- und Sekundenanzeige. Ein mehrstimmiger Glockenschlag zeigt abgestuft die Viertelstunden an, und zur vollen Stunden ertönt außerdem vom eingebauten Harfenspielwerk der „Dessauer Marsch”. Die Melodie wird durch eine hölzerne Walze mit Stahlstiften erzeugt. Eine zweite, stark desolate Walze spielt das Kirchenlied „Ehre sei Gott in der Höh´” und den „Prinz-Moritz-Marsch”.
Die bemerkenswerte Uhr wurde von der Prinzessin dem Fräuleinstift vererbt und gehörte während der Zeit des „Hochadeligen Fräuleinstifts Mosigkau” (1780 bis 1945) zur Einrichtung der Äbtissinnen-Wohnung. Heute steht das kostbare Möbel im Treppenhaus des Schlosses.
Erforderliche konservatorische und restauratorische Maßnahmen
Das prominente Mosigkauer Möbelstück wartet bereits seit langem auf eine grundlegende Restaurierung. Zuvorderst sollte das seit vielen Jahren total verstimmte Harfenspielwerk grundlegend überholt und gestimmt werden.
Kosten
Ca. 3.000,- €
Kontakt
Kulturstiftung DessauWörlitz
Dr. Wolfgang Savelsberg Kulturstiftung DessauWörlitz Schloss Großkühnau 06846 Dessau-Roßlau (0340) 64615-35 savelsberg@ksdw.de
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