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Antikisierendes Ornamentband auf der Suppenterrine
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Fürstlich gedeckte Tafel im Schloss Wörlitz
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Der Tisch kann bis Pfingsten bewundert werden.
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Auch in Mosigkau lädt der Frühling zum Spazieren ein.
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08. April 2009

Die Tafel ist gedeckt – so speiste die Fürstenfamilie

Ostern bis Pfingsten im Schloss Wörlitz

An den Osterfeiertagen sind die Schlösser im Gartenreich Dessau-Wörlitz geöffnet und laden alle Spaziergänger zu einer Erkundung ein.


Wer an den Osterfeiertagen Schloss Wörlitz besucht, wird eine schöne und neue Entdeckung machen: Im Speisesaal ist die Tafel für eine kleine Gesellschaft festlich gedeckt. Gold und Silber ziehen das Auge des Betrachters magisch an.

Ein Speiseservice von 1786/88 aus der französischen Manufacture de la Reine mit Goldmalerei zeigt das gleiche antikisierende Ornamentband, das im Stuck der Zimmerdecke zu sehen ist. Silberbestecke und Gläser aus dem 18. Jahrhundert ergänzen die Tafel, die zwei verschiedene Suppen, verschiedene Fleischragouts, Braten, Saucen und Gemüse enthielt. Roter und weißer Wein wurde dazu nach Bedarf gereicht. Die so genannte „kleine Hoftafel” wurde für die fürstliche Familie auf „englische Art” so gedeckt, dass sich jede Person vom Platz aus selbst von den Speisen nehmen konnte. Da die Gesellschaft gern unter sich sein wollte, war beim Essen lediglich der Kammerdiener zum Servieren der Suppe und zum Einschenken des Weines anwesend. So speiste man nach englischer Art. Fürst Franz bemerkte einmal: „…erst in England habe ich mit Messer und Gabel umgehen lernen…”

Auf dem Tisch findet man alles, was den Gepflogenheiten der vornehmen Welt am Ende des 18. Jahrhunderts genügen konnte. Das französische Service diente einst als stilvolles Geschenk Napoleons an den Thüringer Gesandten von Bollwitz. Der gedeckte Tisch ist einem privaten Leihgeber zu verdanken, der über die Feiertage zu Gunsten der interessierten Betrachter darauf verzichtet, seine heimische Tafel mit den prächtigen Gegenständen zu schmücken.

Pünktlich zu Ostern sind alle Schlösser der Kulturstiftung DessauWörlitz für die Besucher geöffnet. Von Karfreitag bis Ostermontag können die Schlösser Luisium, Mosigkau, Oranienbaum sowie Schloss, Gotisches Haus und die Insel „Stein” in Wörlitz jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden. Die Fähren in den Wörlitzer Anlagen stehen von 11:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung. Wer es gern etwas bequemer haben möchte, kann bei gutem Wetter von 11:00 bis 16:00 Uhr eine Gondelfahrt über die Wörlitzer Gewässer unternehmen.

So wird es auf vielfältige Art möglich sein, den Frühling im Gartenreich zu begrüßen und den harmonischen Einklang von Natur und Kunst zu erleben.
 

 
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