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Pressemitteilung vom 25. Oktober 2006

Gotisches Haus -​ Pomologisches Kabinett

Übergabe nach der Restaurierung

Dank eines Spendenaufrufes war es möglich, das Pomologische Kabinett als ersten Raum des Gotischen Hauses komplett zu sanieren.Im Oktober 2006 konnten die Restaurierungsarbeiten erfolgreich beendet werden.


Das Gotische Haus ist in mehreren Bauphasen zwischen 1773 bis 1813 als eines der bedeutendsten Bauwerke der Neugotik auf dem europäischen Festland errichtet worden. Das Pomologische Kabinett befindet sich im ersten Bauabschnitt 1773/1774 des Gotischen Hauses. Fürst Franz nutzte diesen zentralen Raum als Bibliothek und Arbeitzimmer. Die später dort aufbewahrten 200 originalgetreu nachgebildeten Wachsfrüchte, die Franz für seine Studien zur Obstkunde nutzte, gaben dem Raum seinen Namen.

Dank eines Spendenaufrufes, der insgesamt 44.705,00 € erbrachte, war es möglich, im Sommer 2004 mit der Restaurierung zu beginnen und innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. Als erster Raum des Gotischen Hauses wurde das Pomologische Kabinett komplett saniert. Die Einbaumöbel waren durch Holzschädlinge stark beschädigt, die Grafiken ausgelagert, Schranktüren und Schubläden demontiert. Da nur noch fragmentarisch erlebbar, blieb der Raum für die Besucher verschlossen.

Der Hauptteil der Spenden konnte im Jahr 2005 eingesetzt werden. Es wurden die Einbauschränke, das Parkett und die bemalte Decke restauriert und die historischen Putzflächen gesichert. Besondere Aufmerksamkeit galt den Grafiken, denn der Raum ist auf drei Seiten mit Kupferstichen ausgestattet, einer Folge von Darstellungen der Malereien Raffaels in den Loggien des Vatikan. Jedes der 36 Blätter wurde separat bearbeitet und eingeglast. Dafür mussten zum Teil spezielle Rahmen gefertigt werden, um den konservatorischen Ansprüchen gerecht zu werden. Zum Schutz der lichtempfindlichen Grafiken ist das Fenster mit einem Lichtschutz bzw. einer Verdunklung versehen worden.

Das der Öffentlichkeit nun wieder zugängliche Pomologische Kabinett zeigt die originale Situation wie zu Lebzeiten des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau. Durch die sorgfältige restauratorische Bearbeitung war es möglich, den Bestand, einschließlich der historischen Oberflächen, zu erhalten. Am Projekt waren vier Restauratoren der Fachbereiche Holz- und Papierrestaurierung sowie Architekturfassung beteiligt.
 

 
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