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Das Chinesische Haus ist von Wasser umgeben.
© Alle Rechte vorbehalten.
Die Übergabe des Fördermittelbescheides
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Der leitende Restaurator Hinrich Rademacher erläutert die Inneneinrichtung.
© Alle Rechte vorbehalten.

5. November 2008

Chinesisches Haus in Oranienbaum

Fördermittel der EU ermöglichen die Restaurierung

Der Staatssekretär im Kultusministerium Sachsen-Anhalt, Herr Dr. Valentin Gramlich, übergibt der Kulturstiftung DessauWörlitz einen Förderbescheid zur Restaurierung des Chinesischen Hauses in Oranienbaum.


Mit der Übergabe des Bescheides beginnt die Restaurierung des Baukörpers außen wie innen. Bis Ende 2010 soll sie abgeschlossen sein – Dach und Fassaden 2009 und Wände, Decken und Stuckmarmorfußböden im Jahr darauf. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 1.030.000 Euro, davon kommen 577.500 EUR (56,07 %) aus dem Kulturinvestitions-programm als Teil des EFRE-Programms der Europäischen Union.

Das um 1793 erbaute Gartenhaus setzt, wie die Pagode nebenan, einen wirkungsvollen architektonischen Akzent in der Chinesischen Partie des Oranienbaumer Parks. Die häufig gebrauchte Bezeichnung "Teehaus" stammt erst aus dem 20. Jahrhundert; in den Archivalien ist immer vom "Chinesischen Haus" die Rede. Unter englischem Einfluss hatte Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau den Inselgarten der Barockanlage um 1795 als exotischen Landschaftsgarten grundlegend umgestaltet. Während andere Chinagärten in Europa häufig Veränderungen erfuhren, blieb das Ensemble in Oranienbaum ohne wesentliche Eingriffe erhalten, stellt somit eine Rarität dar.

Nicht allein die äußere Gestalt, sondern auch die Gestaltung des Inneren verweist auf das fernöstliche Reich. Decken- und Wandgemälde sind konfuzianischen Themen gewidmet. Ursprünglich waren die drei Räume mit 40 Bahnen handgemalten, aus China importierten Papiertapeten ausgestattet. Darüber hinaus gab es chinesische Porzellane, Statuetten und andere originale Sammlungsgegenstände. Nur in Resten blieb diese reiche Ausstattung erhalten, in größerer Zahl jedoch das im chinesischen Stil für das Haus eigens angefertigte Mobiliar.

Die Pagode und die Doppelbrücke waren schon Anfang der 1990er Jahre restauriert bzw. rekonstruiert worden. Die gartengestalterische Wiederherstellung der Anlage ist ebenfalls für 2010 geplant. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird der gesamte Englisch-chinesische Garten wiederhergestellt und das Ensemble als Ganzes erlebbar sein.
Letztmals war das Chinesische Haus in den 1930er Jahren regelmäßig geöffnet. Die etwa 800 Besucher beim Tag des offenen Denkmals 2007 zeigen das große Interesse der Bevölkerung an dem Gebäude.

Die Kulturstiftung DessauWörlitz ist nach wie vor an Informationen und an älteren Fotos, insbesondere aus dem Inneren, sehr interessiert. Dies wäre hilfreich im Bemühen, bei der Restaurierung dem Original so nahe wie möglich zu kommen.
 

 
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