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12. November 2009

Klassizistischer Wandschrank dank großzügiger Spende restauriert

Im Haus der Fürstin am Wörlitzer Kirchplatz kam die Restaurierung von Holzpaneelen und eines originalen Schrankes zum Abschluss. Dies wurde durch eine großzügige private Spende möglich.


Der klassizistische Wandschrank mit verglaster Tür wurde an seinem alten Standort im Bibliothekszimmer eingebaut. Dass Fürstin Louise für ihre Bücher eine derartig elegante "Behausung" anfertigen ließ, spricht für ihre hohe Wertschätzung der Literatur. In ihrem Tagebuch heißt es im April 1790: "Ich gab dem Tischler Irmer den Riß zu einem Bibliothekszimmer im neuen Hause".

Das neugotische Wohnhaus wurde ab 1789 für die Fürstin Louise von Anhalt-Dessau errichtet. Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts ist das Gebäude erweitert und gleichzeitig im Inneren verändert und modernisiert worden. So kann es nicht verwundern, dass sich aus der Ursprungszeit, als Fürstin Louise hier wohnte, nicht allzu viele Belege finden ließen. Immerhin gelang es überraschend, eine gestrichene Wandbespannung im ehemaligen Speisezimmer freizulegen und zu restaurieren.

Einen besonders schönen Fund entdeckte man außerdem in Louises Bibliothekszimmer: Geringe Reste von Stuckmarmorierungen weisen auf eine aufwändige Wandgestaltung des Raumes hin. So bestehen die Paneele aus verschiedenen Holzarten und sind zum Teil furniert. In anderen Räumen finden sich dagegen schlichtere, weiß gestrichene Nadelholzverkleidungen. Bei den beiden Originalpaneelen unter den Fenstern waren ebenfalls neuere Farbanstriche zu beseitigen. Erst dabei kam die eigentliche Gestaltung zum Vorschein, allerdings auch eine ganz erhebliche Schädigung, welche die dringende Notwendigkeit einer Restaurierung verdeutlichte.

Die Freilegung der Paneeloberflächen und Vergleiche von Maßen und Details führten schließlich dazu, einen bis dahin im Depot verwahrten klassizistischen Wandschrank dem Bibliotheksraum zuzuordnen. Er stand vor einem Wandpfeiler zwischen zwei Fenstern; die beiden Paneele mit ihrem Abschlussgesims fügen sich exakt an ihn an. Die Wiederherstellung dieser beeindruckenden Situation im Zusammenklang der Gestaltungselemente fand jetzt ihren Abschluss.

Bereits im vergangenen Jahr konnte das Haus der Fürstin – nach einer langen Wohnnutzung- der Öffentlichkeit im Rahmen der Ausstellung „Louise – Fürstin von Anhalt-Dessau” zugänglich gemacht werden.
 

 
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