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Sonderführung im Luisium

Luisium – Jugend-​ und Alterssitz des Fürsten Franz von Anhalt-​Dessau

Eine Führung mit der Kastellanin Grita Quilitzsch durch Schloss und Park Luisium

Seinem umsichtigen Vormund, dem Fürsten Dietrich, hatte es Erbprinz Leopold Friedrich Franz zu verdanken, ein idyllisches Refugium vor den Toren Dessaus bewohnen zu können.


Der erwarb 1753 den „…sogenannten Vogel-Herd, mit Garten, Wiese und Teichen, sammt darin befindlichen Gebäuden…” für den seit 1751 elternlosen Prinzen.
Im Vogelherd wurden Grotten, künstliche Ruinen und Klippen, eine Kegelbahn und ein „Chinesischer Tempel mit freystehenden Säulen an welchen an dem Überhange des Dachs bey unangenehmer Witterung Zeltbedeckungen haben können angehängt werden.” Pläne, die in der Anhaltischen Gemäldegalerie aufbewahrt werden, geben darüber noch Auskunft, ansonsten sind diese Anlagen im Zuge der Umgestaltung in einen modernen englischen Park ab etwa 1774 beseitigt worden. Fürstin Luise liebte die Stille des Ortes, der seit 1780 ihren Namen trug: Luisium. Sie zog sich in der Folge der Entfremdung von ihrem Gatten immer öfter in ihr dortiges Refugium zurück.
Fürst Franz wählte im hohen Alter seinen ehemaligen Jugendsitz zum bevorzugten Wohnort. Nach einem in Wörlitz erlittenen Sturz vom Pferd starb er am Vorabend seines 77. Geburtstages am 9. August 1817 im Luisium.


Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir alle Interessenten, sich direkt im Schloss Luisium unter 0340 – 218370 anzumelden.