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Schloss Oranienbaum
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»… auf allerhand diverse Ahrten Fürstlich ausgezieret.«
J. Chr. Beckmann, 1710
Schlosspark Oranienbaum, Blick auf den Delphinbrunnen und das Schloss
Schlosspark Oranienbaum, Blick auf den Delphinbrunnen und das Schloss
© Alle Rechte vorbehalten.
Pagode im Englisch-chinesischen Garten
Pagode im Englisch-chinesischen Garten
© Alle Rechte vorbehalten.
Porzellanschauwand im Ledertapetensaal
© Alle Rechte vorbehalten.

Schloss und Park Oranienbaum

Oranienbaum
Ein kleines Stück Holland

Oranienbaum ist ein auf geometrischem Grundriss errichtetes Ensemble aus Stadt, Schloss und Park und zudem ein in Deutschland seltenes Beispiel für eine weitgehend niederländisch geprägte Barockanlage.


Henriette Catharina (1637-1708), Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693), ließ sich die großzügige Schlossanlage ab 1683 als Sommersitz errichten. Die aus dem Haus Oranien-Nassau stammende Prinzessin gab dem Ort nicht nur einen auf ihre Familie bezogenen Namen, sondern verlieh dem Schloss auch das holländische Gepräge. Hierzu trug maßgeblich der aus der Heimat der Prinzessin stammende Baumeister Cornelis Ryckwaert bei. Mit der Errichtung des Schlosses war auch die planmäßige Anlage einer Stadt und eines Schlossgartens (28 ha) nach niederländischem Vorbild verbunden. Anfangs entstand nur ein Palais mit begleitenden Kavalierpavillons. Ab 1693 wurde das Ensemble als Witwensitz ausgebaut und vergrößert. Eine reiche Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden gab dem Haus seinen Glanz, von dem heute u. a. noch der Fliesenkeller (Sommerspeisesaal) und der Teesaal zeugen. Letzterer wurde umfassend restauriert und ist seit 2007 wieder in seiner ganzen Pracht erlebbar.

Nach dem Tod Henriette Catharinas wurde das Haus von ihrem Sohn Leopold I. Fürst von Anhalt-Dessau und dessen Sohn Dietrich nur für gelegentliche Jagdaufenthalte genutzt. Erst Fürst Franz widmete sich in den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts wieder Schloss und Garten. Er gestaltete nicht nur zahlreiche Räume des Hauses in chinesischem Stil um, er bezog auch die barocke Gartenanlage in die Landesverschönerung des Gartenreiches ein. Am südlichen Rande des Parks entstand ab 1812 eine der längsten Orangerien Europas, die seither ohne Unterbrechung zur Unterbringung eines reichen Bestandes an Zitruspflanzen genutzt wird.

Der ehemalige barocke Inselgarten wurde zu dem einzigen, heute noch weitgehend erhaltenen Englisch-chinesischen Garten des 18. Jahrhunderts, umgestaltet. Er bildet ein wichtiges Element in der Stilvielfalt des Gartenreiches. Eine Pagode, ein Teehaus und mehrere Bogenbrücken setzen die architektonischen Akzente dieses Gartenteils.

Hier kann man die Gartentheorien des Engländers Sir William Chambers, dessen Gärten in England als Vorbilder dienten, exemplarisch studieren. Der kleinräumig gestaltete Bereich vermittelt zwischen der axialen Gliederung des Barockgartens und der ihn umgebenden Landschaft und zeigt gleichzeitig die gegensätzlichen Gestaltungsauffassungen in der Gartenkunst auf.

Bis die Schlossanlage vollständig restauriert sein wird, werden noch einige Jahre vergehen. Trotzdem kann der Besucher bereits jetzt im Corps de logis die meisten Räume besichtigen und teilweise sogar am Restaurierungsprozess teilhaben.

 

 
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Parkplan Oranienbaum

Schloss Oranienbaum

Öffnungszeiten
Geöffnet vom 1. Mai bis 3. Oktober 2016

Di–So, Feiertage:
10:00–17:00 Uhr

Gruppenführungen ab 15 Personen auch
außerhalb der Öffnungszeiten (6,00 € p. P.
zzgl. 50,00 € Führungsgebühr)

Eintritt
6,00 €
Adresse / Kontakt
06785 Oranienbaum-Wörlitz / Ot Oranienbaum
+49(0)34904 / 2 02 59
schloss-oranienbaum@ksdw.de
Neues Angebot

Von Mai bis September jeweils samstags: China im Gartenreich:

Das Chinesisches Haus im Schlosspark Oranienbaum - eine geführte Besichtigung

Von Mai bis 3. Oktober, samstags, jeweils 11:00 Uhr, Treffpunkt: GartenreichLaden (7,50 € p. P.)

Wir bitten wir um Voranmeldung direkt im Schloss Oranienbaum.

Besonderheit

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