 »… auf allerhand diverse Ahrten Fürstlich ausgezieret.« J. Chr. Beckmann, 1710 Schlosspark Oranienbaum, Blick auf den Delphinbrunnen und das Schloss Pagode im Englisch-chinesischen Garten Porzellanschauwand im Ledertapetensaal
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Schloss und Park OranienbaumOranienbaum Ein kleines Stück HollandOranienbaum ist ein auf geometrischem Grundriss errichtetes Ensemble aus Stadt, Schloss und Park und zudem ein in Deutschland seltenes Beispiel für eine weitgehend niederländisch geprägte Barockanlage. 1683 begann der aus der holländischen Heimat der Prinzessin stammende Baumeister Cornelis Ryckwaert mit der Errichtung des Schlosses. Damit verbunden war auch die planmäßige Anlage einer Stadt und eines Schlossgartens (28 ha) nach niederländischem Vorbild. Anfangs entstand nur ein Palais mit begleitenden Kavalierpavillons. Ab 1693 wurde das Ensemble als Witwensitz ausgebaut und vergrößert. Eine reiche Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden gab dem Haus seinen Glanz, von dem heute u. a. noch der Fliesenkeller (Sommerspeisesaal) und der Teesaal zeugen. Letzterer wird umfassend restauriert, ab dem 07. Juli wieder in seiner ganzen Pracht erlebbar sein.
Nach dem Tod der Prinzessin wurde das Haus von ihrem Sohn Leopold I. Fürst von Anhalt-Dessau und dessen Sohn Dietrich nur für gelegentliche Jagdaufenthalte genutzt. Erst Fürst Franz nahm sich in den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts wieder des Schlosses und des Gartens an. Er gestaltete nicht nur zahlreiche Räume des Hauses in chinesischem Stil um, er bezog auch die barocke Gartenanlage in die Landesverschönerung des Gartenreiches ein. Am südlichen Rande des Parks entstand ab 1812 eine der längsten Orangerien Europas, die seither ohne Unterbrechung zur Unterbringung eines reichen Bestandes an Zitruspflanzen genutzt wird.
Der ehemalige barocke Inselgarten wurde zu dem einzigen, heute noch weitgehend erhaltenen Englisch-chinesischen Garten des 18. Jahrhunderts, umgestaltet. Er bildet ein wichtiges Element in der Stilvielfalt des Gartenreiches. Eine Pagode, ein Teehaus und mehrere Bogenbrücken setzen die architektonischen Akzente dieses Gartenteils.
Hier kann man die Gartentheorien des Engländers Sir William Chambers, dessen Gärten in England als Vorbilder dienten, exemplarisch studieren. Der kleinräumig gestaltete Bereich vermittelt zwischen der axialen Gliederung des Barockgartens und der ihn umgebenden Landschaft und zeigt gleichzeitig die gegensätzlichen Gestaltungsauffassungen in der Gartenkunst auf.
Bis die Schlossanlage vollständig restauriert sein wird, werden noch einige Jahre vergehen. Trotzdem kann der Besucher bereits jetzt im Corps de logis die meisten Räume besichtigen und teilweise sogar am Restaurierungsprozess teilhaben.
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Schloss OranienbaumÖffnungszeiten Geöffnet vom 21. März bis 2. November 2008
März, April, Oktober, 1. und 2. November: Sa, So, Feiertage: 10:00 bis 17:00 Uhr
Mai bis September: Di bis So, Feiertage: 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt 4,50€ Adresse / Kontakt06785 Oranienbaum  (034904) 2 02 59  | Orangerie in Oranienbaum |
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Parkplan Oranienbaum
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