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Drei Porträts der Fürstin Louise
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Fürstin Louise Henriette von Anhalt-Dessau, Gemälde von Angelica Kauffmann
Fürstin Louise,Silouette
Silhouette der Fürstin Louise
Das Haus der Fürstin in Wörlitz
Haus der Fürstin,Kupferstich um 1800
Das Haus der Fürstin, Kupferstich um 1800

Ausstellung im Haus der Fürstin

Louise Fürstin von Anhalt-​Dessau (1750-​1811)

Eine Frau zwischen Empfindsamkeit und Selbständigkeit

Im Jahr 2008 wird Louise erstmals aus dem Schatten ihres Gemahls Fürst Franz von Anhalt-Dessau, dem Schöpfer des Gartenreichs, heraustreten.


Landesinitiative

Das Kultusministerium Sachsen-Anhalt hat vor fünf Jahren das landesweite Projekt „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert” initiiert. In jedem Jahr widmet sich diese Initiative einem anderen Gegenstand. Im Jahr 2008 werden die „Frauen im 18. Jahrhundert” thematisiert.

Louise von Anhalt-Dessau

Der Beitrag der Kulturstiftung DessauWörlitz zu diesem „Themenjahr” ist eine Ausstellung, die sich der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau widmet. Louise, die 1750 im brandenburgischen Stolzenberg geboren wurde, entstammt der preußischen Nebenlinie Brandenburg-Schwedt und heiratet somit als königliche Hoheit in das kleine Fürstentum Anhalt-Dessau ein. Der Preußenkönig Friedrich der Große war Befürworter oder gar Stifter dieser Ehe zwischen Louise und dem anhalt-dessauischen Fürsten Franz. Da der Vater des Fürsten und die Mutter der Prinzessin Geschwister waren, heirateten sie 1767 als Cousin und Cousine.

Ziel der Ausstellung

Mit der Ausstellung möchte die Kulturstiftung DessauWörlitz den Blick auf eine vielseitig interessiert und musisch veranlagte, jedoch zeitlebens gesundheitlich eingeschränkte und melancholische Persönlichkeit lenken. Bislang hat die Prinzessin stets im Schatten ihres Gemahls gestanden. Ihm, der 69 Jahre lang als Landesfürst regierte, ist seit jeher als Begründer des Gartenreiches Dessau-Wörlitz mit seiner umfassenden Landesverschönerung und einem vorbildhaften aufgeklärten Reformwerk von den Zeitgenossen uneingeschränkter Ruhm zuteil geworden.

Die Tagebücher der Louise

Für die Ausstellung dienen Jahrzehnte lang geführte Tagebuchaufzeichnungen Louises als Grundlage. In einem Sonderprojekt der Kulturstiftung DessauWörlitz werden die mehrere tausend Seiten zählenden Niederschriften seit 2005 transkribiert und ausgewertet. Somit kann in der Ausstellung ein völlig neues Bild von der Fürstin gezeichnet werden.

Das Haus der Fürstin

Ort der Ausstellung, und gleichzeitig auch Hauptexponat, wird das am Wörlitzer Kirchplatz ab 1790 für die Fürstin errichtete neugotische Wohnhaus, das „Haus der Fürstin” sein. In „ihrem grauen Kloster”, wie sie es nannte, wurden in den vergangenen zwei Jahren die meisten der von der Fürstin vor allem in den letzten zwei Lebensjahrzehnten bewohnten Räume restauriert und für die Ausstellung vorbereitet. Jedem der Kabinette und der sich anschließenden Galerie wird ein wesentlicher Aspekt zur Person der Louise gewidmet. So werden ihre Herkunft und die Stellung Louises am Dessauer Hof, ihre Wohnstätten, vor allem das Luisium und das „Hause der Fürstin” und der dort mit ihr verkehrende Kreis an Personen, ihre Reisen nach England, in die Schweiz und nach Italien thematisiert. Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung Louises Frauenfreundschaften, ihren Interessen für die Musik, die bildende Kunst und die Literatur, ihrem Lebensalltag sowie ihrem Tod und Nachleben.

Exponate

Durch wertvolle wie persönliche Ausstellungsstücke begleitet von sinnfälligen Zitaten aus den Tagebüchern ist die Stiftung bestrebt, der Person der Fürstin so nahe wie möglich zu kommen. Zu den bedeutendsten Exponaten zählen ein erhalten gebliebener Vitrinenschrank aus ihrer „Bücherkammer”, gefüllt mit der von ihr gesammelten Literatur, der Schreibsekretär an dem sie ihre Tagebücher schrieb, oder das aus dem Kunsthaus Zürich ausgeliehene, bei Ihrem Aufenthalt 1795/1796 in Rom von der mit ihr eng verbundenen Malerin Angelica Kauffmann erworbene Gemälde „Amor und Psyche”.
 

 
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Informationen

Louise von Anhalt-Dessau

Schirmherrin:

Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D.

Ausstellungszeitraum:

21. Juni bis 28. September 2008

Öffnungszeiten

Di bis So: 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintrittspreis

4,50 €
Vielen Dank

Die Ausstellung wird gefördert

Unterstützung

Die Transkription der Tagebücher...

…erfolgte in enger Kooperation mit dem Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Abteilung Dessau. Das Projekt wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Schloss Luisium in Dessau-Waldersee

Besuchen Sie auch das private Refugium der Fürstin

Der klassizistische Landsitz der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau ist ein Meisterwerk Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorffs.
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Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Dr. Wolfgang Savelsberg
Kulturstiftung DessauWörlitz
Schloss Großkühnau
06846 Dessau-Roßlau
+49(0)340 / 64615-35
savelsberg@ksdw.de
   
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