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Lady Hamilton als Sophonisbe mit dem Giftbecher
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Emma Hart als Bacchantin, Gemälde nach George Romney
© Alle Rechte vorbehalten.
Lady Emma am Spinnrad, Farbmezzotinto nach George Romney
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A Bacchante, nach Joshua Reynolds
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Lady Hamilton als Muse der Tanzkunst, Radierung von Friedrich Rehberg
© Alle Rechte vorbehalten.
Das Kaminzimmer der Villa Emma in den Wörlitzer Anlagen
© Alle Rechte vorbehalten.

Ausstellung vom 5. Juni bis 18. September 2016 im Schloss Wörlitz

Lady Hamilton. Eros & Attitüde.

Schönheitskult und Antikenrezeption zur Goethezeit

Emma Lady Hamilton war eine der berühmtesten und umstrittensten Frauengestalten der Goethezeit. Ihre Bedeutung für Kunst, Literatur und Antikenrezeption der deutschen Klassik um 1800 ist Thema der Ausstellung.


Das Leben der Emma Lady Hamilton

Emma Hart, 1765 als Tochter eines Hufschmieds geboren, kam nach einer turbulenten Jugend 1786 ins Haus von Sir William Hamilton, dem britischen Botschafter in Neapel. Sie wurde zunächst die Geliebte, später die Ehefrau des 35 Jahre älteren Mannes, der wegen seiner Antikensammlungen und seiner vulkanologischen Forschungen am Vesuv in ganz Europa bekannt war. Hamiltons Residenz im Palazzo Sessa war ebenso wie seine Villa am Meer (Villa Emma), Mittelpunkt des kosmopolitischen Lebens der Hauptstadt und Treffpunkt der zahlreichen durchreisenden Fremden. Berühmt wurden Hamiltons Abendgesellschaften, bei denen die schöne Emma entweder als Sängerin oder, griechisch gewandet, in sogenannten »Attitüden«, gemimten Präsentationen weiblicher Rollen aus der antiken Mythologie, auftrat.

Skandalperson wurde sie erneut, als sie 1798 eine Liaison mit dem englischen Admiral Horatio Nelson einging und fortan in einer »mènage à trois« mit ihm und Hamilton lebte. Nach dessen Abberufung als britischer Botschafter 1800 kehrten die Drei nach London zurück. Von Dresden kommend, erreichten sie mit einem Elbkahn am 14. Oktober auch Vockerode (bei Wörlitz). Von ihrem Besuch zeugt noch heute der »Nelson-Hügel«. Zurück in London verdüsterte sich Emmas Schicksal. Nach Nelsons Tod 1805 verarmte Emma mehr und mehr, entzog sich 1814 ihren Gläubigern durch die Flucht nach Calais, wo sie im Elend 1815 starb.

Verbindungen ins Gartenreich

Dass sich eine Ausstellung in Wörlitz dem Leben der Lady Hamilton widmet, mag zunächst verwundern. Jedoch gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen dem Gartenreich Dessau-Wörlitz und den Hamiltons in Italien. So findet man in Wörlitz mit der künstlichen Insel Stein eine einmalige, phantasievolle Anlage. Höhepunkte auf ihr sind der künstliche Vulkan und die Villa Hamilton. Letztere ist als Symbol für die Freundschaft zwischen dem Fürsten Franz von Anhalt-Dessau und dem britischen Diplomaten, Antikensammler, Geologen und Ehegatten der Emma Lady Hamilton entstanden. Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau hatte auf seiner Grand Tour Sir William Hamilton in Neapel kennengelernt, hatte mit ihm den Vesuv bestiegen und war in einer lebenslangen Freundschaft mit ihm verbunden. Die Villa Hamilton zählt heute zu den reizvollsten klassizistischen Bauwerken in Deutschland. Sie ist eine Nachbildung der Villa Emma am Posillipo, wo Emma ihre berühmten Attitüden aufführte.

Auch Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff hielt sich während des Baus der Wörlitzer Felseninsel „Stein” 1790 in Neapel auf und erlebte persönlich einen Auftritt der Lady Hamilton. Dem Fürsten nach Dessau berichtete er daraufhin: „Besonders aber hat er eine M.rs Hart, für die er ganz lebt. Diese hat er bey seiner letzten Reise in England ausfindig gemacht. Sie war dort von seinem Neven un-terhalten, der, wie man sagt, sie ihm abgetreten hat, um zu verhindern daß er nicht wieder heyrathen mögte. Sie ist sehr wohl gebildet, gar naif und hat ungemeine Talente zur Pantomime. Man kann Hamilton kein grösser Vergnügen machen als wenn man ihm von ihr und ihren Talenten vorspricht.”

Während ihrer Italienreise war auch die Fürstin Louise von Anhalt-Dessau 1796 in Neapel, besuchte den Botschafter Sir William Hamilton in dessen Residenz – traf aber nicht die Lady an. Stattdessen bewunderte sie die zahlreichen Porträts, die sich im Haus von ihr befanden und bedauerte, nicht das „Original” sehen zu können. Zahlreiche dieser Porträts und viele weitere Exponate wurden bis 17. Januar 2016 in der Casa die Goethe in Rom präsentiert. Ab Juni werden sie dann, um viele attraktive Exponate erweitert, im Schloss Wörlitz gezeigt.

Anlässlich der Ausstellung soll am 19. und 20. August 2016 der Vulkan auf der Insel „Stein” ausbrechen.
 

 
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Lady Hamilton

Service

ADRESSE
Schloss Wörlitz
Wörlitzer Park
06785 Oranienbaum-Wörlitz/ Stadt Wörlitz


ÖFFNUNGSZEITEN
Di-So, Feiertage 10:00-18:00 Uhr

EINTRITT
Ticket 1: Ausstellung 6,00 € (ermäßigt 5,00 €)
Ticket 2: Ausstellung, Führung Erdgeschoss Schloss Wörlitz und Insel Stein 14,00 €


FÜHRUNGEN
Für Gruppen ab 15 Personen

Führungsgebühr: 40 Euro zzgl. Eintritt
Dauer: 1 Stunde
Dank

Mit großzügiger Unterstützung

•Land Sachsen-Anhalt, http://www.​sachsen-​anhalt.​de/startseite

•Ernst von Siemens Kunststiftung, http://www.​ernst-​von-​siemens-​kunststiftung.​de

• LOTTO Sachsen-Anhalt, http://www.​lottosachsenanhalt.​de

•Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e. V., http://www.​gartenreich.​info

Kontakt

Ansprechpartner Ausstellung

Dr. Wolfgang Savelsberg
Kulturstiftung DessauWörlitz
Schloss Großkühnau
06846 Dessau-Roßlau
+49(0)340 / 64615-35
savelsberg@ksdw.de

Ansprechpartner Presse

Dr. Steffen Kaudelka
Kulturstiftung DessauWörlitz
Schloss Großkühnau
06846 Dessau-Roßlau
+49 (0)340 / 646 15 41
+49 (0)340 / 646 15 50
kaudelka@ksdw.de
Ausstellungskatalog

Lady Hamilton für zu Hause


© Alle Rechte vorbehalten.
Hrsg.: Dieter Richter & Uwe Quilitzsch
ISBN 978-3-7319-0269-0
29,95 €
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